Jahrelang lag das alte Strabag-Gelände in Trappenkamp im Kreis Segeberg brach. Demnächst lässt Investor Axel Wandel dort eine Wohnanlage mit 60 Einheiten errichten.
Lange lag das alte Strabag-Gelände in Trappenkamp brach, hochfliegende Pläne kursierten in den vergangenen Jahren, die nie verwirklicht wurden. Das ganz bodenständige Projekt von Investor Axel Wandel wird nun Realität in der Familiengemeinde: Eine Wohnanlage mit 60 Einheiten. Wenn das Wetter mitspielt, können die Erschließungsarbeiten schon im Januar beginnen, sagte der Unternehmer den LN. Die Ausschreibung laufe derzeit.
Etwa eine Million Euro wird die Erschließung des Geländes kosten. "Zwischen acht und zwölf Wochen dauern die Arbeiten. Dann könnten theoretisch die ersten Häuslebauer beginnen", sagt Wandel. Die Besitzer der Grundstücke direkt an der Hermannstädter beziehungsweise der Waldstraße könnten sogar direkt anfangen.
Zwischen 450 und 1200 Quadratmeter groß sind die einzelnen Bauplätze mit einem Quadratmeterpreis zwischen 50 und 70 Euro. "Die Hälfte der Grundstücke ist bereits verkauft", sagt Wandel. Und die Nachfrage sei ungebrochen. Aus Trappenkamp, Kiel, Eckernförde, aus Plön, Neumünster, Wahlstedt und Bad Segeberg kommen die Käufer. "Trappenkamp liegt zentral und hat die nötige Infrastruktur", wirbt Wandel. Der Bahnhof in Rickling sei mit dem Fahrrad erreichbar, alle Einkaufsmöglichkeiten gebe es vor der Tür.
Bei der Gestaltung lässt der seit Donnerstag rechtskräftige B-Plan viele Möglichkeiten zu: ein- und zweigeschossige Bauweise, verschiedene Fassadenfarben und Dachformen. "Sogar Holzhäuser sind möglich", betont Wandel. "Wir wollten den Bauherren freie Hand lassen", sagt auch Trappenkamps Bürgermeister Harald Krille. Für die Gemeinde sei es ein "absoluter Fortschritt", dass die alte Strabag-Fläche nun endlich bebaut wird. "Das war für uns Ortsentwicklungsfläche und jetzt wird daraus ein eigenständiges Wohngebiet", so Krille. "Wir hoffen, dass junge Familien nach Trappenkamp ziehen." Die Einwohnerentwicklung sei momentan positiv. "Wir waren in den besten Zeiten mal bei 6000 Einwohnern, dann bei 4900. Jetzt liegen wir wieder über 5000." Doch auch die älteren Bürger Trappenkamps sollen nicht vernachlässigt werden, betont Krille. An die hat Investor Wandel bei der Bauplanung auch gedacht. Auf dem Gelände soll ab 2015 eine Seniorenresidenz entstehen mit 80 Ein-Zimmer- und 20 Zwei-Zimmer-Appartements. Derzeit arbeitet Wandel an den Zeichnungen für das Haus.
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